
Romulo Ruffini
Im Süden des Steinbruchs
Romulo Ruffini, ehemaliger Fürst Esterházy'scher Steinbruchleiter, ist der Namensgeber für die Südbühne des Steinbruchs in St. Margarethen.
Kleine Bühne, Kinderbühne, Südbühne, zweite Bühne – viele Bezeichnungen standen im Raum, jeder nannte sie anders. Seit ihrer Errichtung 2007/2008 ist diese Bühne zu einem bedeutenden Bereich im Festspielgelände des Steinbruches in St. Margarethen avanciert.
Für Dr. Stefan Ottrubay, Generaldirektor der Esterházy Privatstiftung, war dies Anlass genug, dieser Bühne nun auch einen Namen zu geben. So wurden Historiker befragt und viele eigene Ideen erörtert, doch schließlich fiel die Wahl auf den klingenden Namen „Ruffini“. Wer war denn dieser Ruffini?, mag man sich da fragen:
Romulo Ruffini wurde 1840 in Rom geboren. Er kam sehr früh nach Österreich und lebte kurze Zeit in der Steiermark, bevor er nach St. Margarethen übersiedelte. Im Esterházy Steinbruch begann er als Steinbrecher, durch seine Geschicklichkeit und seinen Fleiß wurde er bald zum Bruchmeister und schließlich zum Fürst Esterházy’schen Steinbruchleiter bestellt. Während seiner Leitung wurde eine direkte Eisenbahnlinie in den Steinbruch verlegt. Neben seiner Tätigkeit als Steinbruchleiter unterhielt er auch ein eigenes Fuhrwerksunternehmen mit etlichen Pferdewagen und brachte es damit zu einem ansehnlichen Vermögen. 1918, im Alter von 78 Jahren verstarb Romulo Ruffini in St. Margarethen. Seine besondere Wertschätzung für Romulo Ruffini brachte auch Fürst Nikolaus IV. Esterházy zum Ausdruck – Erzählungen zufolge hat er persönlich am Begräbnis seines Steinbruchleiters in St. Margarethen teilgenommen.




